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Der Versicherungsmakler

Definition durch den Bundesgerichtshof: Der Bundesgerichtshof (BGH) belegt den Versicherungsmakler mit mehreren Begriffen, die ihn eindeutig der Sphäre des Kunden zuordnen: Interessen- und Abschlussvertreter, Vertrauter und Berater des Versicherungsnehmers, treuhänderähnlicher Sachwalter. Damit stellt der BGH eine Vergleichbarkeit der Stellung mit den freien Berufen dar.

Anders als der Handels- und Zivilmakler ist der Versicherungsmakler zur Tätigkeit im Sinne eines Dauermandates verpflichtet. Diese Verpflichtung zur Tätigkeit setzt mit dem wirksamen Abschluss eines Versicherungsmaklervertrags ein. Je nach Umfang der dem Makler erteilten Vollmacht ist der Makler zumeist darüber hinaus zum Abschluss, Änderung oder gar Kündigung von Versicherungsverträgen verpflichtet.

Im Gegensatz zum Versicherungsvertreter stützt sich die Empfehlung des Versicherungsmaklers auf eine freie Auswahl der am Markt angebotenen Versicherungstarife. Die Wahl des geeigneten Tarifes soll fachgerecht unter dem Prinzip des „Best Advice“ erfolgen. Somit besitzt der Maklerkunde in der Regel bessere, bzw. individuell passendere  Leistungen in den Bedingungen seiner Versicherungsverträge. In vielen Fällen sind die Beiträge zudem noch günstiger.

Der Versicherungsvertreter wird im Gegensatz zum Versicherungsmakler folgende Dinge nicht prüfen, da er die Gegenseite der Vertragspartei vertritt:

haken 32   Passt der Vertrag zu den Wünschen des Kunden?
haken 32   Deckt der Vertrag die tatsächlich vorhandenen Risiken?
haken 32   Welche Ausschlüsse sind im Kleingedruckten?
haken 32   Welche Beschränkungen finden sich im Kleingedruckten?
haken 32   Welche Formulierungen könnten im Schadensfall zweideutig sein?
haken 32   Stimmt der Vertrag mit dem Antrag überein?
haken 32   Stimmt der Vertrag mit den Absprachen überein?

 

Ein weiterer Nachteil bei der Zusammenarbeit mit einem Versicherungsvertreter ist der Schadensfall.

Ist der Schadensfall nicht eindeutig im Sinne der Versicherungsbedingungen anzusehen, ist der Versicherungsvertreter selbstverständlich verpflichtet, alle bekannten Informationen im Interesse der Schadensabwehr an seinen Arbeitgeber weiter zu geben. Im Rahmen seiner persönlichen Betreuung (regelmäßige Betriebsbesichtigungen, vertrauliche Gespräche) hat er diese Informationen im Laufe der Jahre aufgebaut.

Mehrfachvermittler bieten Ihren Kunden in der Regel eine Auswahl von mehreren Versicherungsgesellschaften. In der Rechtsstellung und somit auch in der Tätigkeit sind sie für jede Gesellschaft als Vertreter anzusehen. Sie arbeiten im Interesse und im Auftrag mehrerer Versicherungsgesellschaften, damit entfallen bei Ihnen ebenso die Prüfungspflichten eines Versicherungsmaklers bei der Vertragsauswahl und Vermittlung.

Erweiterung der Pflichten des Versicherungsmaklers durch die EU-Vermittlerrichtlinie.

Im Rahmen der Vermittlerrichtlinie wurde für Vertreter und Makler folgende Ergänzungen umgesetzt:

info 32   Eintragung Register bei IHK
info 32   Verbindliche Berufshaftpflichtversicherung
info 32   Erweiterte Dokumentationspflicht
info 32   Sachkundeprüfung

 

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